Bericht zur Tour
Autor
Herbert Mayer
Erstellt am
12.08.2026 16:36
Letzte Änderung
12.08.2026 16:36
Tourenbericht

Zu viert machten wir uns auf den Weg ins Bündnerland: Tourenführer Michael sowie Adrian, Peter und Herbert. Die Anreise erfolgte ganz entspannt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis nach Curaglia, ein perfekter Start für unser Hochtourenwochenende.

Ursprünglich hatten wir aufgrund der Wetterprognose sogar überlegt, den Piz Medel direkt am ersten Tag anzugehen. Doch angesichts der angekündigten Hitze und der knapp 2.000 Höhenmeter bis zum Gipfel entschieden wir uns für die gemütlichere Variante. Eine Entscheidung, die sich spätestens am nächsten Morgen als goldrichtig herausstellen sollte.

Der Aufstieg zur Hütte verlief bei besten Bedingungen und mit einer von Anfang an tollen Gruppendynamik. Oben angekommen erwartete uns ein fantastisches Hüttenwirtinnen-Team. Besonders Adrian sorgte mit seinem Humor dafür, dass die Hütte bestens unterhalten war. Hüttenwartin Patricia und ihr Team hätten ihn am liebsten gleich für die ganze Woche dabehalten.

Am nächsten Morgen hieß es früh raus: 3:15 Uhr war Tagwache. Noch während der blauen Stunde machten wir uns auf den Weg. Der Morgen präsentierte sich von seiner schönsten Seite, klare Luft, fantastische Stimmung und ein Himmel, der langsam heller wurde.

Entgegen vorheriger Berichte gestaltete sich der Einstieg auf den Gletscher überraschend problemlos. Auf dem Weg galt es dennoch einige Spalten zu überwinden, bevor wir weiter in Richtung Gipfel aufsteigen konnten. Gleichzeitig wurde uns eindrücklich vor Augen geführt, wie stark sich der Gletscher verändert hat. Michael konnte uns auf eine alte Markierung zeigen: Was vor gerade einmal vier Jahren noch direkt am Gletscher lag, befindet sich heute rund 50 Höhenmeter vor dessen aktuellem Beginn. Ein beeindruckendes und zugleich nachdenklich stimmendes Zeichen des Gletscherrückgangs.

Weiter ging es über den Gletscher und schließlich auf den wunderschönen Gipfelgrat. Dort wartete noch eine kleine, aber feine Klettereinlage auf uns: genau die richtige Würze für eine gelungene Hochtour. Und auch Peter fand am Beginn des Grates ein besonders schönes „Plätzchen“, um kurz innezuhalten.

Der weitere Aufstieg verlief bei fantastischem Wetter und besten Bedingungen. Den Gipfel des Piz Medel erreichten schließlich drei von uns. Oben wurden wir mit einem grandiosen Panorama und einem perfekten Bergmorgen belohnt.

Der Abstieg wurde bei inzwischen kräftiger Sonne und großer Hitze noch einmal ordentlich schweißtreibend. Umso schöner war es, schließlich wieder zurückzukehren und auf ein rundum gelungenes Hochtourenwochenende zurückzublicken.

Eine tolle Gruppe, eine souveräne Tourenleitung durch Michael, fantastische Wetterbedingungen und viele schöne gemeinsame Momente machten die Tour zu einem rundum gelungenen Bergwochenende.

Vielen Dank an Michael für die perfekte Organisation und Führung und an Adrian und Peter für die tolle gemeinsame Zeit am Berg!