Wegen Zugsverspätung in Rankweil konnten wir nur noch dem abfahrenden Bus nachsehen. Der stündige "Zwangsaufenthalt" gab uns Gelegenheit zu einem Kaffee in der gemütlichen Bäckerei Mangold am Bahnhof.
So starteten wir unsere Tour mit einer Stunde Verspätung bei der Haltestelle Rankweil Netschelweg. Auf der schattigen Waldstrasse Richtung Bad Innerlaterns wurden wir von vielen Bikern überholt. Ferienzeit!
Der Abstieg auf dem blau-weiss markierten Pfad zur Schlucht war trocken, erfordert aber trotz Seilen und Geländer Vorsicht und Trittsicherheit. Vor der Brücke über die Frutz ist noch eine heikle Stelle ohne Sicherung zu passieren. Jetzt öffnet sich der Blick in den im Laufe von Jahrtausenden durch den Fluss gestalteten Canyon. Die Üble Schlucht ist faszinierend: steile Felswände, Wasserfälle, Bachrauschen, ein Becken mit kristallklarem Wasser, der in den Fels gehauene schmale Weg, üppige Farne, Licht und Schatten!
Wir waren nicht die einzigen, welche am Hitzetag hier Abkühlung fanden. Ungewohnt viele Wanderer kamen uns entgegen. Dabei erfuhren wir, dass ein Teil des vorgesehenen Rundwegs wegen Bauarbeiten gesperrt sei. Deshalb also der «Gegenverkehr»!
Der Weg durch die Schlucht war erfrischend kühl. Bei einer breiteren Stelle liessen uns während einem Trinkhalt vom «Kunstwerk der Natur» beeindrucken.
Beim Aufstieg erwägten wir ein Ende der Tour in Laterns Thal. Sonst wäre uns nur der Rückweg auf gleicher Strecke geblieben.
Die Hitze beim Verlassen des Waldes und auf dem Schlussstück zum Dorf bestärkte unseren Entschluss, hier den nächsten Bus nach Rankweil zu nehmen. Bis zur Abfahrt blieb noch genügend Zeit für den Mittagslunch bei der Kirche.
TN: Anita, Bea, Doris, Elisabeth, Esther, Herta, Jörg (TL), Hanspeter, Hansruedi Bilder: Elisabeth und Jörg


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