Üble Schlucht
Die «Üble Schlucht» im Laternsertal ist wohl nur wenigen bekannt.
Sowohl der Name als auch die Warnschilder vor dem Abstieg lassen zur Vorsicht mahnen. Der auch im Sommer nasse Weg mit Schwierigkeitsgrad T3 ist zwar mit Seilen und Geländern gesichert, verlangt aber absolute Trittsicherheit. Darum habe ich die Teilnehmerzahl auf neun beschränkt.
Mit Bahn und Bus reisen wir via Heerbrugg und Hohenems zum Ausgangspunkt Rankweil Netschelweg. Auf breitem Waldweg sanft ansteigend erreichen wir die Abzweigung zum Schluchtenweg. Nun geht es auf dem blau-weiss markierten Pfad 100 Höhenmeter steil abwärts.
Nach dem Passieren einer kurzen «Klippe» führt eine Brücke über die Frutz, vor dem Einstieg in die eigentliche Schlucht. Ein schmaler Weg mit Stegen und Treppen führt vorbei an einem stiebenden Wasserfall, an mächtigen Felswänden und bizarren Felsformationen. Zwischendurch wird es richtig eng. Beim Aufstieg zum 200 Meter höher gelegenen Laterns Thal geht’s noch über zwei Leitern mit Handläufen und breiten Tritten.
Im Dorf machen wir trotz ungemütlicher Bise einen Halt bei der Kirche.
Zügig machen wir uns auf den Rückweg, steil hinunter zur oberen Frutz-Brücke, dann wieder hoch zur Waldstrasse, welche von Bad Laterns kommend zurück zur Bushaltestelle führt.
Die Viertelstunde bis zur Busankunft geniessen wir im Gras sitzend die wärmende Sonne.
In Rankweil unterbrechen wir die Heimfahrt mit einem Kaffeehalt im «Marktplatz».


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